jeudi, janvier 29, 2009
Die Möglichkeit einer Insel
Der Gedanke, das Leben einmalig auszulöschen, um danach in einen ewigen Kreislauf der Unsterblichkeit einzutreten, erscheint auf den ersten Blick völlig absurd, geradezu irrwitzig. Michel Houellebecq beschreibt in seinem Buch "Die Möglichkeit einer Insel" gerade jene Absurdität, die im Laufe der Seiten immer weniger sonderlich daher kommt. Am Ende des Buches wird es sicher einige Leser geben, die diese Idee als durchaus realistisch empfinden werden. Wenn alle Menschen nur noch durch Klonen entstünden, wäre spätestens nach dem Ableben der Vorbildgeneration Schluss mit all den Zweifeln über das Leben nach dem Tod. Nach dem Tod ist vor dem Tod und die Folgegeneration kommt genau mit dieser Erkenntnis zur Welt und kann sie nicht mehr anzweifeln. Man könnte maximal aussteigen, wenn die Lust auf den nächsten Zyklus gen Null geht. Ob der Preis, den die Vorbilder leisten müssten, um diese unter den ethischen Aspekten der Genforschungsdiskussion doch sehr aberwitzige Idee in die Tat umzusetzen, bleibt jedoch sehr fraglich...
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